Ernährung bei chronischen Erkrankungen

Zusätzlich zur Beratung bei Mangelernährung aufgrund onkologischer Erkrankungen bieten wir Ihnen auch die Ernährungsberatung bei chronischen Erkrankungen an.
Auf dieser Seite finden Sie hilfreiche Empfehlungen zur Ernährung bei Bluthochdruck, Laktoseintoleranz und erhöhter Harnsäurewerte bzw. Gicht.
Wir beraten Sie aber auch gern, wenn Sie unter einer anderen Krankheit z.B. des Magen-Darm-Traktes oder des Stoffwechsels leiden.

Ernährung bei Bluthochdruck

Die Therapie sollte vorrangig medikamentös erfolgen aber auch mit einer Änderung des Lebensstils und der Ernährungsgewohnheiten kann eine Senkung des Blutdrucks um bis zu 20 mmHg erfolgen. Bei bestehendem Übergewicht steht an oberster Stelle, diesem mit Hilfe der Ernährung und aktiver Bewegung entgegenzuwirken. Eine gesunde und abwechslungs-reiche Ernährung mit reichlich saisonalem Gemüse und Obst, Vollkornprodukten sowie magerem Fleisch, Fisch und fettarmen Milchprodukten als Eiweißlieferanten bilden dafür die Basis. Das gilt natürlich auch für Personen, die nicht übergewichtig sind.
In erster Linie sollte der Salzkonsum eingeschränkt werden, da das Kochsalz stark Blutdruck erhöhend wirkt. Lebensmittel wie gepökeltes Fleisch, Wurstwaren, Ölsardinen, Hartkäse, Schmelzkäse, Pumpernickel, Ketchup und generell Fertigprodukte sollten gemieden werden. Lebensmittel mit niedrigem Salzgehalt und somit reichlich zu genießen sind Reis, Nudeln (wenig Salz am Kochwasser), Haferflocken, Kartoffeln, frisches Obst und Gemüse, Hülsenfrüchte, mageres Fleisch, Süßwasserfische und Milchprodukte.
Sofern ein erhöhter Alkoholkonsum vorliegt, sollte dieser ebenfalls minimiert werden, da Alkohol den Blutdruck negativ beeinflusst und auch die Effektivität der medikamentösen Therapie reduziert. Einen nicht unwesentlichen Einfluss haben auch eine erhöhte Kalium-, Kalzium- und Magnesiumzufuhr sowie die Aufnahme mehrfach ungesättigter Fettsäuren (omega-3-Fettsäuren). Reich an diesen Mineralstoffen sind Trockenobst, Bananen, Aprikosen, Nüsse, Kakao, Sesam, grünes Gemüse, Weizenkeime bzw. -kleie und Milchprodukte. Fettreiche Kaltwasserfische sowie Lein- und Walnussöl enthalten viele omega-3-Fettsäuren. Zusätzlich zur Ernährungsumstellung sollten aber auch die Bewegung und die Stressbewältigung nicht zu kurz kommen. Mehr Bewegung im Alltag, sportliche Betätigung im Verein oder Fitness-Studio sowie regelmäßige Entspannung sind ein Anfang.


Ernährung bei Laktoseintoleranz

Die Laktoseintoleranz wird durch einen Mangel an dem Enzym verursacht, welches für die Spaltung des Milchzuckers verantwortlich ist. Weltweit gesehen ist die Milchzuckerunverträglichkeit eher ein Normalzustand. Nahezu 98 % der Südostasiaten und 80 % der Südafrikanischen Bevölkerung sind davon betroffen, was Sie bei Ihrer Ernährungsweise aber nicht zu stören scheint. In unserer westlichen Welt und durch das übermäßige Nahrungsangebot sind die Betroffenen hierzulande aber oft die Leidtragenden. Dabei kann die laktosefreie Ernährung sehr vielseitig und abwechslungsreich sein, die mit einer Diät nicht viel gemein hat. Aufgrund der lebenslangen Einhaltung dieser Ernährungsweise sollte sie es auch sein, denn bei Unachtsamkeit oder Nachlässigkeit resultieren Blähungen, Schmerzen und heftige Durchfälle.
Die Laktose ist in allen natürlichen Milchsorten und Milchprodukten jedoch in unterschiedlichen Mengen enthalten. Zu meiden sind alle konzentrierten Produkte, wie Kondensmilch oder Milchpulver, Milch generell, Schlagsahne, Frischkäse, Joghurt, saure Sahne und Quark. Butter hat nur einen sehr geringen Gehalt und wir daher oft in kleinen Mengen vertragen. Ähnlich verhält es sich beim Käse, bei dem gilt: je härter desto besser. Eine Ausnahme bildet Sauermilchkäse bei dem durch die Säurekulturen die Laktose abgebaut wird, was heißt, dass Harzer Käse in allen Varianten bedenkenlos genießbar ist.
Heutzutage gibt es auch viele laktosefreie Milchprodukte sowie Produkte auf Kokos- und Sojabasis, die Sie ebenfalls ruhigen Gewissens verwenden können. Um einem Kalziummangel vorzubeugen, sollten Hartkäse, wie Emmentaler und Edamer, Sesam, Mandeln, Petersilie, Grünkohl und Sojaprodukte wie Tofu regelmäßig auf dem Speiseplan stehen.
Vorsicht ist bei sehr vielen Fertigprodukten geboten. Oftmals ist Laktose in Süßwaren, Backwaren, wie Knäckebrot, Kekse, Kuchen, Milchbrötchen und fertigen Backmischungen, in einigen Wurst- und Fleischwaren sowie in Instanterzeugnissen, wie Suppen, Soßen und Cremes enthalten. Fertiggerichte, wie Pizza, Konserven und Tiefkühlgerichte sollten immer auf Ihre Zutaten geprüft werden. Nicht nur hinter dem Wort Laktose sondern auch hinter den Deklarationen Milchpulver, Molkenpulver, Molkenerzeugnis, Rahm, Sahne und Butter steckt immer der Milchzucker.
Sie sind eingeladen bei Freunden oder der Familie und wollen nicht immer nachfragen, was es gibt oder gar absagen? Für solche Ausnahmen können Sie ruhigen Gewissens auch mal auf Laktasepräparate zurückgreifen. Dies sind künstliche Enzympräparate, die die Laktose im Darm aufspalten und so den unerwünschten Nebenwirkungen Einhalt gebieten.

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Ernährung bei Hyperurikämie und Gicht

Eine Erhöhung der Harnsäurewerte im Blut nennt man Hyperurikämie, die sich im fortgeschrittenen Stadium zur Gicht entwickeln kann. Die Harnsäure, ein Endprodukt des Purinstoffwechsels, fällt bei Konzentrationen über 6,4 mg/dl als Kristalle aus. Diese sammeln sich an verschiedenen Stellen im Körper an und verursachen dort die typischen Schmerzen, die volkstümlich als Gicht bekannt sind. Purine sind die Grund-gerüste der Erbsubstanz (DNA, RNA) und einiger energiebringender Verbindungen (ATP, NADH).
In der Ernährungstherapie werden die purinarme Diät, für die gesamte Phase der Hyperurikämie und eine streng purinarme Diät, die hauptsächlich während der Gichtschübe eingehalten werden sollte, unterschieden. Bei Harnsäurewerten über 9 mg/dl sollte zusätzlich eine medikamentöse Therapie erfolgen.
Bei der purinarmen Kost, mit einer Obergrenze von 3000 mg Harnsäure pro Woche, sind einmal täglich 100 g Fleisch, Wurst oder Fisch erlaubt. Der Eiweißbedarf sollte in Form von Milchprodukten, Eiern und purinarmen pflanzlichen Produkten gedeckt werden. Hülsenfrüchte, Innereien und Meeresfrüchte sollten gemieden werden bzw. nur selten auf den Tisch kommen. Wasser, Tee, Kaffee können Sie bedenkenlos trinken, auch ein kleines Glas Wein oder Bier am Tag wäre problemlos. Etwas eingeschränkter ist die streng purinarme Diät mit einer Obergrenze von 2000 mg Harnsäure pro Woche. Hier sollten nur ein- bis zweimal wöchentlich 100 g Fleisch, Wurst oder Fisch auf den Tisch kommen und Innereien, Hülsenfrüchte und Meeresfrüchte sowie Alkohol gänzlich gemieden werden.
Während beider Diäten gelten Milchprodukte, Eier, Obst und Gemüse (außer einige Kohlsorten), Vollkornprodukte sowie Wasser, Tee und Kaffee als Bedenkenlos. Als Alternativen können Sojaprodukte und Nüsse als Eiweißquelle dienen. Eine Eiweißreiche Kost und viel Vitamin C, z.B. aus Zitrusfrüchten oder Paprika, können die Harnsäure-Spiegel durch einen Harnsäure-ausscheidenden Effekt sogar noch senken.
Des Weiteren sollten Sie als Betroffener der Hyperurikämie keine Hunger- oder Fastenkuren machen, da diese die Harnsäurewerte noch erhöhen. Wenn Sie also gleichzeitig auch abnehmen möchten, so lassen Sie sich dabei ausreichend Zeit und versuchen langsam mit einer gesunden Ernährung und ausreichend Bewegung Ihr Zielgewicht zu erreichen.

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